>
>
85
Die Mittelabflüsse 2008 für getätigte Investitionen
(275,3 Mio. ), für Klinikakquisitionen (3,6 Mio. )
sowie für Ausschüttungen an Aktionäre und Minder-
heiten (32,3 Mio. ) finanzierten wir aus dem
operativen Cash-Flow (213,8 Mio. ) und aus dem
Anstieg der Nettokreditverschuldung gegenüber
Kreditinstituten um 100,1 Mio. auf 605,8 Mio. .
Die Nettokreditverschuldung entspricht in etwa dem
2,3-Fachen (Vj. 2,0-Fache) unseres EBITDA.
Unser Eigenkapital stieg um 78,4 Mio. (9,7 %) auf
889,3 Mio. . Die Eigenkapitalquote stieg von 39,1 %
auf 41,5 % an.
Die in der Vergangenheit bei unseren stationären
Strukturen erfolgreich praktizierte Wachstumsstrate-
gie, beruhend auf Akquisitionen und einem starken
internen Wachstum, setzten wir auch 2008 unverän-
dert fort und setzen zudem auf die stärkere Ver-
zahnung ambulanter und stationärer Strukturen.
Beim internen Wachstum verfolgen wir konsequent
und kontinuierlich den quantitativen und qualitativen
Ausbau und die Fortentwicklung unserer medizi-
nischen Angebote an jedem einzelnen Konzernstand-
ort und nutzen hierbei auch verstärkt Konzernres-
sourcen und medizinische Leistungsnetze. Beim
externen Wachstum setzen wir unverändert auf
unsere Doppelstrategie »Kompetenz und Verlässlich-
keit bei Akquisitionen« sowie »Qualität vor Quanti-
tät«. Voraussetzung für ein mögliches Engagement
und den Einsatz unserer Finanzmittel bei künftigen
Akquisitionen sind sowohl ein uns zugebilligter
konkreter unternehmerischer Gestaltungsrahmen als
auch Kaufpreise, die einen sicheren Mittelrückfluss
in überschaubaren Zeiträumen ermöglichen.
Unsere Umsatzerlöse werden 2009 ohne zusätz-
liche Akquisitionen durch steigende Fallzahlen und
höhere Schweregrade zu einem inneren Wachstum
um rund 6 % führen. Wir erwarten Umsatzerlöse von
2,3 Mrd. und einen Konzerngewinn von rund
130 Mio. , der aufgrund der derzeit noch nicht
abschließend bewertbaren Entgelt- und Tarifsituation
innerhalb einer Bandbreite von 125 Mio. bis
135 Mio. schwanken kann.
WIRTSCHAFTLICHES UND
RECHTLICHES UMFELD
gesamtwirtschaftliche entwicklung
In die Geschichtsbücher wird 2008 als das Jahr der
globalen Finanzmarktkrise eingehen. Riskante
Spekulationen in Amerika auf Immobilien und deren
Verbriefung lösten bei amerikanischen Hypotheken-
banken Bonitäts- und Liquiditätsprobleme aus, als
die Schuldner ihren Verpflichtungen nicht nachkom-
men konnten und die verbrieften Sicherheiten sich
als wertlos erwiesen. Da diese »Subprime-Papiere«
weltweit begeben wurden, infizierte der Werteverlust
die internationalen Finanzmärkte. Der globale
Wertberichtigungsbedarf führte zum Vertrauensver-
lust insbesondere innerhalb des Bankensektors und
damit zu einem zeitweise vollständigen Erliegen des
Interbankenhandels, zur Kontraktion der Kapital-
märkte und schließlich zu Schwierigkeiten bei der
Versorgung der Wirtschaft mit Liquidität. Ketten- und
Folgereaktionen an den Börsen als Folge der Flucht
von Investoren aus Risikopapieren, später auch aus
sicheren Papieren, folgten. Weltweit geschnürte
Rettungspakete und -schirme für den Erhalt der
systemnotwendigen Banken und Kreditinstitute
konnten ein Übergreifen der Finanzmarktkrise auf
die Realwirtschaften in den wichtigsten Wirtschafts-
räumen der Welt nicht verhindern. Einbrüche der
Konjunktur und erste rezessive Tendenzen waren
nicht aufzuhalten. Deutschland blieb von diesen
Entwicklungen nicht verschont. Konjunkturpro-
wirtschaftliches und rechtliches umfeld konzernlagebericht
Sylvia Schäfer, Krankenhaus Waltershausen-Friedrichroda
»Das ganze Haus ist immer freundlich. Die Sorgen der
Patienten werden von den Ärzten ernst genommen. Man
fühlt sich gut versorgt. «



